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Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

Prozess gegen NRW-Landgestütsspitze in Warendorf eingestellt

Der Prozess gegen die ehemalige Spitze des NRW-Landgestüts in Warendorf ist überraschend zu Ende gegangen. Die Berufungsverfahren vor dem Landgericht Münster gegen drei ehemalige leitende Mitarbeiter wegen gemeinschaftlicher Vorteilsannahme sind endgültig eingestellt – gegen Zahlung einer Geldauflage.

Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidiger hatten sich geeinigt: die drei Angeklagten müssen vergleichsweise niedrige Summen von 1500 bis 2500 Euro zahlen, sie gelten damit nicht als vorbestraft. Laut Staatsanwaltschaft ließen die drei Führungskräfte sich in den Jahren 2013 und 2014 zwei Luxusreisen nach Katar von einem dortigen Geschäftspartner des Landgestüts bezahlen. Zudem sollen Beraterhonorare aus dem arabischen Land an eine eigens gegründete Firma geflossen sein.

Vor etwa einem Jahr waren sie deshalb am Amtsgericht Warendorf zu Geldstrafen von 6400 bis 3300 Euro verurteilt worden. Dagegen waren sie in Berufung gegangen.