Responsive image

on air: 

Jenny Heimann
---
---
Was ist los im Kreis Warendorf?
Alle Veranstaltungen auf einen Blick

Veranstaltungstipps für den Kreis Warendorf

Was ist los bei uns im Kreis Warendorf? Wir halten euch immer auf dem Laufenden:

Juli
MODIMIDOFRSASO
293012345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829303112


Donnerstag, 9.7.

Bild: WWU

09.07.2020 - 16:00 Uhr


"Online-Diskussion über Zustände in der Fleischindustrie"


Nach dem jüngsten Corona-Ausbruch in einem Schlachtbetrieb der Firma „Tönnies“ im Kreis Gütersloh flammt die Diskussion über die Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie neu auf. Im Zentrum der Kritik stehen vor allem die mögliche Verletzung von Arbeitsschutzstandards und die Unterbringung der Arbeiter. Unter dem Titel „Ausgenommen – Menschenrechte in der Fleischindustrie“ greift Prof. Dr. Nora Markard, Inhaberin des Lehrstuhls für Internationales Öffentliches Recht und Internationalen Menschenrechtsschutz an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU), heute um 16 Uhr in einem Online-Panel die Probleme aus juristischer, soziologischer und publizistischer Perspektive mit vier Referentinnen auf - zudem diskutiert sie mit ihnen darüber, wie die Arbeitsbedingungen dauerhaft verbessert werden können.

Die Referentinnen sind Elena Strato, Beraterin und Bildungsreferentin im Projekt „Arbeitnehmerfreizügigkeit fair gestalten“, Anne Kunze, Redakteurin im Ressort „Investigativ“ der Zeitung "Die Zeit", Dr. Miriam Saage-Maaß, Rechtsanwältin und stellvertretende Legal Director des „European Centre for Constitutional and Human Rights“, und Dr. Eva Kocher, Professorin für Bürgerliches Recht und Europäisches und Deutsches Arbeitsrecht an der Europa Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder.

Die Teilnahme auf der Online-Plattform „Zoom“ ist nur nach Anmeldung an imr.kontakt@uni-muenster.de möglich. Die Zugangsdaten für die Veranstaltung werden per E-Mail versendet. Sollte die Teilnehmerzahl das Limit überschreiten, wird die Diskussion parallel im Youtube-Kanal des Lehrstuhls gestreamt: https://www.youtube.com/channel/UCVMnfr_yIuPVAKqNPEGYTZ . Chat-Fragen können nur via Zoom gestellt werden.

25.09.2019 - 17:00 Uhr   bis   27.09.2020 - 18:00 Uhr


SONDERAUSSTELLUNG "Beziehungskisten - Formen des Zusammenlebens mit der Natur" in Münster


Münster
LWL-Museum für Naturkunde
Sentruper Straße 85

Corona-Infos

In der Natur sind Gemeinschaft und Feindschaft, Miteinander und Gegeneinander allgegenwärtig. Wer genau hinschaut, kann die Vielfalt der faszinierenden Lebensgemeinschaften zwischen Menschen, Tieren, Pflanzen oder winzigen Mikroorganismen entdecken

Das Zusammenleben in Gemeinschaft bietet viele Vorteile für den Einzelnen, wie Schutz vor Fressfeinden. Doch nicht immer ist das Zusammenleben von Nutzen für alle Partner. Parasiten sind ein Erfolgsmodell der Evolution. Sie leben auf Kosten anderer und haben ausgeklügelte Strategien entwickelt, mit denen sie nicht nur auf oder in ihre Wirte gelangen, sondern diese auch für ihre Zwecke manipulieren.

Auch wir Menschen leben in unterschiedlichsten Gemeinschaften. Wir pflegen Beziehungen zu einander, aber auch zu Tieren. Wir sind attraktive Wirte für Parasiten und gleichzeitig gefürchteter Fressfeind, der die Lebensgemeinschaft auf der Erde massiv beeinflusst.

Gehen Sie in der inklusiven Ausstellung auf Entdeckungsreise und lassen Sie sich von den vielfältigen Beziehungskisten begeistern, die im Laufe der Evolution entstandeen sind.

Dass das Zusammenleben mit anderen Organismen nicht immer ausschließlich zum gegenseitigen Vorteil ist, vermittelt die neue Sonderausstellung "Beziehungskisten - Formen des Zusammenlebens in der Natur", die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem LWL-Museum für Naturkunde in Münster zeigt. Die Besucher erfahren Wissenswertes über die vielfältigen Formen und Facetten des Zusammenlebens und schärfen so auch ihren Blick für die "Beziehungskisten" in ihrer direkten Umwelt.

01.03.2020   bis   09.08.2020 - 00:00 Uhr


Ausstellung "Gefährlich & Schön" in Liesborn


Wadersloh-Liesborn
Museum Abtei Liesborn
Abteiring 8

Das Museum ist ab dem 12. Mai 2020 wieder geöffnet !

Hygienebestimmungen

**********************************************************************************

01. März - 09. August 2020

  • Jagdgewehre und Pistolen des Barocks aus privaten Sammlungen

Gefährlich & schön - der Titel der Sonderschau, die im Museum Abtei Liesborn zu sehen ist, kann es kaum besser auf den Punkt bringen, denn in dieser Ausstellung geht es um höchst gefährliche und zugleich wunderschöne barocke Feuerwaffen.

Die exquisiten Barockwaffen stammen aus zwei privaten Sammlungen, die im Münsterland beheimatet sind. Auf 180 qm Ausstellungsfläche präsentieren sich in 19 Vitrinen so mehr als 50 Kunstobjekte - 30 Pistolen, 10 Büchsen, ein Steinschloss, Hirschfänger und einiges Jagdzubehör sowie zum Thema Jagd passende Gemälde und Grafiken. Nahezu sämtliche Pistolen und Büchsen stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Sie wurden von ihren ursprünglichen Eigentümern einmal als herausragende Repräsentationsobjekte angeschafft, taten ihre Dienste während der Jagd, halfen Wegelagerer abzuwehren oder wurden im Duell verwendet. Die Geschichte der Entwicklung der Feuerwaffen und ihrer Zündungsmechanismen ist lang, äußerst kompliziert und ohne die Entdeckung des Schwarzpulvers nicht zu denken. Zwischen dem 14. und 19. Jahrhundert entstanden nacheinander verschiedene Zündmechanismen, deren Technik immer wieder verfeinert und im Laufe der Zeit auch immer raffinierter wurde.

Die Ausstellung gibt einen Überblick der in der Barockzeit verwendeten Waffen und deren Zündmechanismen. Doch nicht nur auf die Technik legten die Büchsenmacher und Schmiede der Waffenläufe größten Wert, sondern auch auf die Verzierung von Schäften, Schlössern und Läufen, die häufig von Silber- und Goldschmieden gefertigt wurden.  

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Kontakt + Infos

28.03.2020   bis   31.07.2020


Austellung "Heiko Hermann - Malerei und Skulpturen"


Ahlen
Fritz-Winter-Haus
Südberg 72-74

Aufgrund des Corona-Virus müssen wir leider mitteilen, dass unser Haus vorübergehend geschlossen ist. Wir hoffen, Sie baldmöglichst in unserer Ausstellung mit Arbeiten von Heiko Herrmann wieder begrüßen zu können.

  • Heiko Herrmann: Malerei und Skulptur
  • 28. März - 31. Juli 2020

Ab dem 28. März  zeigt das Fritz-Winter-Haus eine Ausstellung des Münchner Künstlers Heiko Herrmann. Rund 50 Werke, Malerei und Skulpturen, sind in der Ausstellung zu sehen.

Heiko Herrmann, 1953 in Schrobenhausen geboren, war zunächst Schüler von Heimrad Prem und absolvierte ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München. Es folgten zahlreiche Arbeitsaufenthalte unter anderen in Schweden, San Francisco, Frankreich und Italien. Heiko Herrmanns Werke sind geprägt von einem expressiven Malduktus und einer enormen, kontrastreichen Farbigkeit, die die Leinwände geradezu pulsieren lassen. Seine äußerst gestische Malerei stellt den Künstler in die Tradition des reinen Action Paintings, jedoch führt er den Betrachter mit Hilfe rätselhafter Bildtitel darüber hinaus in geheimnisvolle, phantastische Welten. Den Gemälden stellt Heiko Hermann Skulpturen aus Eisenguss und Keramiken zur Seite.

Öffnungszeiten während der Ausstellungsdauer:

  • Dienstag, Mittwoch und Samstag von 15.00 - 18.00 Uhr
  • Sonntag von 11.00 - 18.00 Uhr oder nach Vereinbarung
  • Außerhalb der Öffnungszeiten sind Besuche nur nach vorheriger Vereinbarung möglich!

09.05.2020   bis   12.09.2020


AUSSTELLUNG "Museum der Menschheit" in Ahlen


  • Aufgeschoben ist nicht Aufgehoben – Portraitausstellung vom 9. Mai – 12. September
  • Schön wäre es gewesen, wenn am Samstag, den 9. Mai, die große Portraitausstellung „Museum der Menschheit“ hätte beginnen können.

Wie auf dem zentralen Ausstellungsplakat steht. „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“.

Denn etwa 200 Ahlener sind von Ruben Timman fotografiert worden, von denen etwa 50 Fotos ausgewählt wurden, die in der ganzen Stadt aufgehängt werden sollten. Zusammen mit Portraits von Menschen aus aller Welt, die Timman in schwierigen Lebenslagen - etwa im Krieg, in Flüchtlingslagern und armen Regionen - fotografiert hat. „Würde, das ist ja das zentrale Thema, hat jeder Mensch und die will ich auf den Portraits zeigen“, bekräftigt Timman. Auch in Ahlen wird das gelingen und Gleichwertigkeit aller Menschen demonstrieren, ob arm oder wohlhabend, geflüchtet, zugewandert oder hier geboren, behindert oder nicht.

Viele Kooperationspartner haben sich schon Gedanken über Begleitveranstaltungen gemacht und Sponsoren haben viel Geld zur Verfügung gestellt.

„Das ist für uns natürlich eine große Verpflichtung, es nachzuholen“, sagt Innosozial Geschäftsführer Dietmar Zöller. Wie beindruckend wäre es, wenn auf dem Gebrüder-Kerkmann-Platz die Ruine mit 4 x 2 Meter großen Portraits eingehüllt wäre, wenn an der Zeche unter dem Maschinengang mit 3 x 5 Meter großen Portraits eine besondere Hommage an die Bergarbeitergeschichte erfolgen könnte. Und wenn überhaupt vom Marktplatz an durch die ganze Fußgängerzone die 2 x 1 Meter großen Portraits für 4 Monate hängen würden.

„Das haben wir alles schon ausgemessen und die Standorte bestimmt und vieles mehr“, bedauert Zöller. Auch das Begleitprogramm mit Musik-Events und Führungen, mit Theater und Lesungen waren auf gutem Weg.

Wann es jetzt stattfinden kann, darüber müssen Innosozial und der Kooperationspartner KunstvereinAhlen neu nachdenken. „Wenn wir Ende Mai absehen können, das Stabilität in Corona-Zeiten eintritt, dann könnte es vielleicht Ende August beginnen und sonst nächstes Jahr“, da ist sich die Vorbereitungsgruppe einig. Auf keinen Fall fällt die Ausstellung ganz aus.

Bild: Klaus Lückemeyer

17.05.2020   bis   19.07.2020


Ausstellung "menschmalerei+" in Warendorf


Warendorf
Stadtmuseum im Historischen Rathaus
Marktplatz 1

  • "Von Politikern, Ganoven und dem menschlichen Wesen"
  • Stadtmuseum im Historischen Rathaus Warendorf öffnet nach der Corona-Pause mit einer Ausstellung des in Sassenberg lebenden Künstlers Klaus Lückemeyer

Aktuelle malerische Arbeiten von Klaus Lückemeyer, Gestalter aus Sassenberg, werden vom 17. Mai bis zum 19. Juli 2020 unter dem Titel „menschmalerei+“ im Historischen Rathaus Warendorf präsentiert. Aufgrund der momentanen Umstände verzichten der Künstler und die Stadt Warendorf als Veranstalter auf eine Vernissage zu Beginn und hoffen, dass viele Kunstinteressierte die Gelegenheit nutzen, die Ausstellung in Ruhe und mit Abstand zu besuchen.

Thema der Arbeiten ist der Versuch, das menschliche Wesen in seiner Vielfalt und seinen Abgründen zu verstehen. Neben fiktiven Portraits, die keine existierende Personen darstellen, sondern oftmals auf mehrfach kombinierten, digitalen und verfremdeten Fahndungsfotos beruhen, sind sozialkritische Arbeiten mit bekannten Zeitgenossen zu sehen. So schaut Papst Franziskus müde durchs Rathaus-Fenster auf die Laurentiuskirche, während Herr Merz irritiert vorm Kanzleramt verharrt.

Im vorderen Ausstellungsbereich werden frühere Arbeiten seit 2012 gezeigt, die die Grundlage zu diesen Menschen-Malereien gebildet haben. Druckgrafische Arbeiten (seit 1987) und 3D-Visualisierungen (seit 1994) runden die Ausstellung ab. Der Bereich Druckgrafik beinhaltet verschiedene Handpressendrucke. Als wichtigste Arbeit ist die Diplom-Arbeit aus dem Jahr 1987 an der Fachhochschule Münster zu nennen, aus einer Zeit, in der es noch keine Computer im Alltag gab und Handarbeit gefragt war. Die 3D-Visualisierungen zeigen Arbeiten seit Anfang der 2000er Jahre, die mehrfach Auszeichnungen bei Wettbewerben der Zeitschrift Digital Production erhalten haben.

Die Arbeiten der Ausstellung sind weitgehend chronologisch in einem Online-BLOG unter https://menschmalerei.de  erfasst und mit persönlichen Anmerkungen und erklärenden Informationen zu den einzelnen Arbeiten versehen. Alle Kunstinteressierten können auf diesem Weg Fragen an den Künstler stellen und Kommentare zu den Arbeiten abgeben. Der Künstler ist bemüht, zeitnah alle Fragen oder Kommentare zu beantworten. Außerdem werden aktuelle Informationen, die die Ausstellung betreffen, auf diese Weise veröffentlicht. Sollte zum Ende der Ausstellung eine Finissage stattfinden können, wird dieses ebenfalls in diesem BLOG, auf der Homepage der Stadt Warendorf oder in der lokalen Tagespresse veröffentlicht.

Zur Person des Künstlers: Klaus Lückemeyer, gebürtiger Sassenberger und langjähriger Warendorfer, malt und gestaltet seit seiner Zeit als Schüler des Gymnasium Laurentianum in Warendorf. Seit 1987 ist er als Grafikdesigner in mehreren münsterländischen Werbeagenturen und Verlagen tätig, darüber hinaus aber immer auf der Suche nach einem kreativen Ausgleich zum manchmal stressigen Berufsalltag.

Frei von finanziellen Zwängen nach verkaufbarer Kunst sein zu können, bedeutet auch Freiheit von externer Beeinflussung. Malen, was man will oder was einen bewegt, das ermöglicht idealerweise eine Konzentration auf das Wesentliche: Die freie Entwicklung neuer Motive, die malerische Umsetzung des Entwurfes und die Verbesserung eigener malerischer Fähigkeiten spielen hier eine hervorgehobene Rolle. Und doch ist nichts hilfreicher, als von Zeit zu Zeit die Arbeiten zu präsentieren und in der Kommunikation mit anderen Kunstinteressierten deren Meinungen aufzunehmen, um sie dann in zukünftige Arbeiten einfließen zu lassen.

„Auf Grund der Corona-Pandemie gelten besondere Vorsichts- und Schutzmaßnahmen“, macht Horst Breuer vom Sachgebiet Kultur der Stadt Warendorf deutlich. So dürfen zeitgleich immer nur maximal 10 Personen die Ausstellung besuchen. Ein Bildschirm im Eingangsbereich des Historischen Rathauses zeigt jeweils an, wie viele Personen sich aktuell in der Ausstellung befinden. Ebenso ist wie in allen anderen öffentlichen Gebäuden das Tragen einer Alltagsmaske Pflicht.

Öffnungszeiten:         
Di-Fr     15:00-17:00 Uhr
Sa+So 14:00-17:00 Uhr.

Wegen zeitgleich stattfindender standesamtlicher Trauungen ist der Besuch der Ausstellung an folgenden Tagen nicht möglich:

  • 20.05.2020
  • 22.05.2020
  • 10.06.2020
  • 12.06.2020
  • 19.06.2020
  • 26.06.2020
  • 10.07.2020

Foto: Christoph Steinweg

30.05.2020 - 17:20 Uhr   bis   06.09.2020 - 18:00 Uhr


AUSSTELLUNG "Simply The Best – Neuerwerbungen aus 20 Jahren" in Münster


Münster
Kunstmuseum Pablo Picasso Münster
Picassoplatz 1

Das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster wird im Herbst 20 Jahre alt und richtet den Blick aus diesem Anlass auf seine zwanzigjährige Sammlungsgeschichte. Die Ausstellung „Simply The Best – Neuerwerbungen aus 20 Jahren“ stellt die bedeutendsten und schönsten Werke des Picasso-Museums von Georges Braque, Marc Chagall, Henri Matisse und Pablo Picasso in einen spannungsreichen Dialog. Vom 30. Mai bis zum 6. September 2020 zeigt die Schau mit rund 150 Grafiken, Keramiken und Fotografien die kreativen Querverbindungen zwischen den vier großen Ausnahmekünstlern, die im Picasso-Museum eine gemeinsame museale Heimat gefunden haben.

 „Museen sind weltliche Tempel der Ewigkeit und gemessen an der Ewigkeit sind 20 Jahre ein Klacks“, so Museumsleiter Prof. Dr. Markus Müller. „Für unseren Namensgeber und Patron Pablo Picasso galt die Devise „Der ganze Reiz der Kunst liegt im Beginnen“. In diesem Sinne sehen wir auch unsere Sammlung erst am Anfang einer vielseitigen Entwicklung.“

 „Simply The Best“ vereint die Sammlungshighlights des Picasso-Museums auf ungewöhnliche Art und Weise: Picasso ist mit Werken der Suite Vollard, großformatigen Lithografien und farbenprächtigen Linolschnitten vertreten. Die stille und feierliche Bildwelt der Grafiken seines künstlerischen Mitstreiters Georges Braque antwortet den Werken des Spaniers. Der Beginn des Ersten Weltkriegs markiert das Ende ihrer engen Zusammenarbeit. Als schöpferisches Duo hatten beide den Kubismus als größte Revolution in der Kunst des noch jungen 20. Jahrhunderts entwickelt. Als Braque schwer verwundet aus dem Krieg heimkehrt, muss er feststellen, dass sich Picasso schon längst anderen Stilformen zugewandt hat. So wird der Franzose ab den frühen zwanziger Jahren zum behutsamen Reformer und Verwandler vormals kubistischer Gestaltungsmuster. Er entwickelt nun eine ganz eigene Bildsprache, wobei er einmal gefundene Bildthemen mit großer Konsequenz immer wieder variiert und durchdekliniert.

Marc Chagalls Grafiken bestechen hingegen durch ihre Vermischung von Realem und Traumhaften. Wie der Künstler einmal ausführte, brachte er seine Themen und Motive aus dem heimatlichen Russland mit nach Paris. In diesem Schmelztiegel der Avantgarden entwickelt er seine ganz eigene Formsprache, in der sich Fantastik und Realistik auf ganz eigentümliche Weise begegnen. Der vierte im Bunde ist Henri Matisse, dessen Werke der Zwanziger- und Dreißiger-Jahre wiederum die traumwandlerische Sicherheit eines großen Zeichners verraten. Der Franzose läutert und entschlackt die Kompositionen, bis er zeichnerisch die Essenz der Dinge erfasst.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 11 Uhr bis 17 Uhr

Audioguide:
Zur Ausstellung ist ein Audioguide an der Kasse erhältlich (3 Euro).

Führungen:
Private und öffentliche Führungen sind wieder möglich. Nähere Informationen zu den Angeboten finden Sie auf der Webseite des Kunstmuseum Pablo Picasso.

Foto: St.-Franziskus-Hospital

05.06.2020   bis   27.09.2020


Ausstellung "Die Birke hat´s geflüstert" in Ahlen


Ahlen
St.-Franziskus-Hospital
Robert-Koch-Straße 55

  • Endlich wieder Kunst im Eingangsbereichs des St. Franziskus-Hospital - derzeit nur für Mitarbeiter, Patienten und genehmigten Besuchern sichtbar.

Bereits die „Sandbilder“ von Karl Pichols Ausstellung im Jahr 2017 wurden im Ahlener Krankenhaus gut verkauft und sorgten bei Kunstfreunden für positive Resonanz. Ab jetzt gibt es im Foyer des St. Franziskus-Hospitals Ahlen seine neusten Werke zu sehen.

Aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen sind die Werke derzeit nur für Mitarbeiter, Patienten und genehmigten Besuchern sichtbar. Sobald sich die Besucherreglung im Ahlener Krankenhaus ändert, sind alle Besucher wieder herzlich willkommen zum Betrachten der Fotowerke. Karl Pichols Bilder widmen sich diesmal der Baumkunst. „Die Birke hat`s geflüstert“ heißt seine neue Ausstellung und arbeitet mit interessanten Motiven von Baumstämmen und Bäumen.

„Die Natur zeigt uns ihre Schönheit auf so vielfältige und eindrucksvolle Weise. Sich für spezielle Motive zu entscheiden, diese dann zu fotografieren, künstlerisch zur transportieren und wieder in neuartige Kunst umzuwandeln ist eine Herzensangelegenheit von mir. Für mich beginnt das zauberhafte Wahrnehmen schon beim Blick durch die Kamera. Bei den Bäumen habe ich mich in diesem Fall vor allem auf Birken, aber auch andere Baumstämme konzentriert“, beschreibt Karl Pichol die Entstehung seiner 30 Werke.

Durch die jeweilige Farbgebung, Verstärkung und Schwächung von Schattierungen am Computer entstanden sowohl realistische anmutende wie auch rein gegenstandslose Bilder des 75-jährigen Künstlers. Diese sind auf Leinwand oder Karton gedruckt und können in unterschiedlichen Größen bestellt werden. Der Erlös kommt auch in dieser Ausstellung wieder der „Aktion Benjamin“ zugute, mit deren Hilfe Kinder aus Krisengebieten im Ahlener Krankenhaus behandelt werden.

Pro Motiv möchte Pichol nicht mehr als fünf Bilder verkaufen. Der Preis richtet sich nach der jeweiligen Größe und ist in einer Liste an der Krankenhausinformation zu sehen. Interessenten können sich für den Kauf eines Bildes an der Information des St. Franziskus-Hospitals vormerken lassen oder den Künstler direkt unter der Telefonnummer 02382-18 51 kontaktieren. Die Werke werden die nächsten Monate im Foyer ausgestellt sein.

18.06.2020   bis   21.07.2020


Ausstellung "Die Stadt mit dem Skizzenbuch entdecken"


Warendorf
Modeerlebnishaus ebbers
Münsterstraße 3

  • Die Q1- Kunstkurse des Gymnasium Laurentianum sehen das Herz von Warendorf

Wie kann Kunstunterricht stattfinden ohne Kunstraum? Vor dieser Frage stand Tiemo Grauert, der Fachleiter Kunst am Gymnasium Laurentianum in Warendorf, als wegen Corona kein normaler Unterricht mehr möglich war. Da bot es sich an, mit dem Skizzenblock die Heimat zu entdecken. Die Schülerinnen und Schüler der Q1-Kunstkurse haben diese Art von Unterricht begeistert aufgenommen. Es war ihnen freigestellt, welche Stadt, welche Straße sie auf ihren Bildern vorstellen. Fast alle Bilder entstanden mit Motiven aus der Stadt Warendorf. Ihre Ecken, Winkel, Plätze und Gassen sind auf ganz persönliche Art porträtiert. Manche Details, die im Vorbeigehen nicht wahrgenommen werden, erfahren dabei besondere Aufmerksamkeit. „Ich hatte diese Vielfalt an Interpretationen des Stadtbildes nicht erwartet“, so Tiemo Grauert. „Die Zeichnungen haben auch meinen Blick auf die alte Hansestadt erweitert.“ Mit einer kleinen Schülergruppe stellte Tiemo Grauert die Präsentation zusammen. Alle waren mit Freude dabei, als sie die Bilder in den Rahmen gruppierten:  einzeln oder gruppiert, welche Motive gehören zusammen, wo ist der Kontrast spannend …. ? 

Dass diese Bilder nun im Herzen von Warendorf im Modeerlebnishaus Ebbers ausgestellt werden können sei ein besonderes „Bonbon“, sagt Tiemo Grauert. „Dort bekommen die Skizzen einen umfassenden Auftritt und können auch während der Ferien betrachtet werden.“ Louise Rudde, die mit mehreren Bilder vertreten ist, zum Unterricht:  „Ich habe Warendorf mit neuen Augen entdeckt – lebendiger Kunstunterricht.“ „Es sind so viele Bilder, dass wir sie an mehreren Stellen des Hauses präsentieren müssen,“ erläutert Christoph Berger das Konzept der Aufhängung. „Ich bin begeistert von den vielen Sichtweisen auf unsere Stadt und freue mich, dass wir sie bei Ebbers vorstellen dürfen.“ 

Die Ausstellung ist an mehreren Wänden im 1. Obergeschoss des Modehauses während der Öffnungszeiten zu besichtigen. 

25.06.2020   bis   18.10.2020


Ausstellung: "Eine Provinz verschwindet"


Warendorf
Westpreußisches Landesmuseum
Klosterstraße 15

25. Juni 2020 – 18. Oktober 2020

Vor genau 100 Jahren trat der Versailler Vertrag in Kraft. Nachdem der Erste Weltkrieg Millionen von Menschenleben gefordert hatte, schufen die Friedensschlüsse zwischen der Entente und den Mittelmächten – die Pariser Vorortverträge – eine neue Friedensordnung für Europa. Die Regelungen führten aber auch zu radikalen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Umwälzungen. Besonders die in den Verträgen beschlossenen territorialen Bestimmungen führten zu gewaltigen politischen und sozialen Umwälzungen.

14 neue Staaten entstanden, es gab 11.000 Kilometer neue Außengrenzen. Damit verbunden kam es zu Zwangswanderungen bisher nicht gekannten Ausmaßes: Mitte der 1920er Jahre lag die Zahl der Flüchtlinge, Vertriebenen und Umsiedler bei fast zehn Millionen Menschen. Allein die Mittelmächte hatten mindestens zwei Millionen Menschen aus ihren verloren gegangenen Territorien aufzunehmen.

Die Wucht der Vertragsbestimmungen traf das Deutsche Reich hart. Neben anderen Abtretungen waren es vor allem die Gebietsverluste im Osten, die weitreichende Folgen für Politik, Gesellschaft und Wirtschaft hatten.

Für die Provinz Westpreußen wirkte sich die Forderung des in Versailles neu gegründeten Staates Polen nach einem freien Zugang zur Ostsee besonders negativ aus. Der größte Teil der Provinz wurde aufgrund der Friedensbestimmungen abgetreten und bildete als Woiwodschaft Pommerellen einen Teil des neuen Staates Polen. Die staatliche Existenz der Provinz Westpreußen war mit dem Inkrafttreten des Versailler Vertrages am 10. Januar 1920 beendet, hunderttausende Menschen verließen ihre Heimat. Nur in einem kleinen Teil der Provinz konnten die Menschen im Rahmen einer Volksabstimmung 1920 über die staatliche Zugehörigkeit dieses Gebietes entscheiden – wie zeitgleich in Ostpreußen stimmten hier über 90 Prozent der Menschen für den Verbleib bei Deutschland.

Die Ausstellung ruft die weitreichenden Vorgänge dieser Jahre in Erinnerung und geht auch der Frage nach, wie sich die territorialen Veränderungen auf die Gesellschaften in Deutschland und Polen auswirkten. Dabei spielt auch die Frage eine bedeutende Rolle, wer von den Deutschen nach 1920 die Provinz Westpreußen verließ und wer blieb. Auch die Frage nach der Herkunft der neu in die vormals deutschen Gebiete zugewanderten Polen ist hierbei von Bedeutung.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag
10 – 18 Uhr

Eintritt:
Eintrittspreis 4,00 €
Ermäßigt 2,50 €
Familienkarte 7,00 €

Foto: Alexander Basta

01.07.2020   bis   30.08.2020


"(M)ein Weg zum Frieden. Lebensgeschichten mit Portraitaufnahmen von Alexander Basta"


Telgte
Museum RELiGIO
Herrenstraße

01. Juli - 30. August 2020
dienstags - sonntags 11.00 - 18.00 Uhr

Das Museum Relígio freut sich sehr, dass der Lockdown für den Kreis Warendorf wieder aufgehoben wurde und die Ausstellung „(M)ein Weg zum Frieden. Lebensgeschichten mit Portraitaufnahmen von Alexander Basta“ nun für die Besucherinnen und Besucher eröffnet werden kann:

In Zeiten von Krieg, Terror und großer Migrationsbewegungen ist die Auseinandersetzung mit dem Streben nach Frieden aktueller denn je. Auch die Corona-Pandemie seit Anfang des Jahres verunsichert die Menschen weltweit und verändert sensible Gesichtspunkte von Friedensprozessen. Da das Museum seine für 2020 geplante Wechselausstellung „Geld und Glaube“ ins Jahr 2021 verschoben hat, zeigt das Museum Relígio nochmals die Ausstellung „(M)ein Weg zum Frieden. Lebensgeschichten mit Portraits von Alexander Basta“.  

Sie portraitiert 40 Menschen aus dem Münsterland, die aus ihrem Leben berichten, von Wendepunkten und besonderen Ereignissen erzählen. Sie alle haben in ganz unterschiedlicher Weise dabei ihren Weg zum Frieden gefunden haben, anderen Menschen dabei geholfen Frieden zu finden oder sich für einen Weg zum Frieden engagiert.

Der Düsseldorfer Fotograf Alexander Basta hat die Protagonisten der Ausstellung in ausdrucksstarken Schwarz-Weiß-Fotografien abgelichtet. Neben seinen künstlerischen Portraitaufnahmen werden die dazugehörigen Erzählungen gezeigt. Im Zusammenspiel der Portraitfotos mit den Erzählungen ergibt sich ein faszinierendes Spektrum von Friedenvorstellungen und vom Ringen um Frieden. Die Portraitierten stammen aus verschiedenen Alters- und Sozialgruppen. Sie haben vielfältige Erfahrungen mit Frieden gemacht. Für jeden Menschen bedeutet Frieden etwas anderes. Neben der politischen „Abwesenheit von Krieg“ oder dem allgemeinen Weltfrieden ist er für Viele etwas sehr persönliches. Die Portraits und die Erzählungen spiegeln dies wieder.

05.07.2020   bis   18.10.2020


Ausstellung "GO EAST! HEIMAT ANDERS DENKEN"


Oelde-Stromberg
Museum für Westfälische Literatur
Kulturgut Haus Nottbeck
Landrat-Predeick-Allee 1

  • 05. Juli - 18. Oktober 2020
  • GO EAST! HEIMAT ANDERS DENKEN
  • Westfälische AutorInnen unterwegs in Europa

Neue Welten, neue Horizonte. Was erzählen Sie uns? Und wer erzählt da überhaupt? Das Literaturmuseum Haus Nottbeck lud für sein neues Projekt „Go East!“ vier Autoren und eine Autorin ein, über ihre Reiseerfahrungen zu berichten und ihre Reisetexte vorzustellen. Das Gemeinsame daran: Sabrina Janesch, Martin Becker, Marc Degens, Marius Hulpe und Ralf Thenior lebten eine Zeitlang in Osteuropa und rückten diese Phase – zumindest temporär – in den Mittelpunkt ihres Schreibens. Auf unterschiedliche Weise: Im Roman, Erzählung, Lyrik, Reportage, Tagebuch, Blog, alles ist dabei. Darüber hinaus sind andere künstlerische Formate präsent: Film, Musik, Fotografie, Zeichnungen und Textbilder.

Alle Beteiligten empfanden die Begegnungen mit fremder Kultur als Herausforderung und – im Nachhinein – als wesentliche Erweiterung ihres Lebenshorizonts. Und: Sie wurden Zeugen einer ursprünglichen Erzählfreude und Erzähllust, die hierzulande kaum noch anzutreffen ist. Woraus sich die Frage ableitet: „Was hat der Osten, was der Westen nicht hat?“ Und weiter gefragt: Wie kann man Ressentiments abbauen und die Kultur des anderen besser verstehen und einordnen? Ein Blickwinkel, der natürlich auch die politischen Gegebenheiten einschließt. Inwieweit prägen gesellschaftliche Rahmenbedingungen das Denken und letztlich auch das Schreiben und die Wahrnehmung von Literatur? Viele Fragen, auf die die Ausstellung und das gleichnamige Festival „Go East!“ eine Antwort suchen.

Ralf Thenior war 1996 sechs Wochen lang Stadtschreiber im bulgarischen Plowdiw. „Ich hatte keine Erwartungen, keine Hoffnungen, keine Illusionen, auch keine Bilder, was mich erwartet, ich war einfach neugierig.“

Der Autor und Journalist Martin Becker ist seit seiner Kindheit vom tschechischen Virus infiziert. Initialerlebnisse waren die Kinderserie „Pan Tau“ und der Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.

Der 1982 in Soest geborene Lyriker und Romanautor Marius Hulpe unterrichtete mehrere Jahre an der Jagiellonen Universität in Krakau. In jener Zeit vollzog sich ein radikaler Wandel in der polnischen Politik hin zum rechtsnationalen Kurs unter Jarosław Kaczyńskis PiS-Partei.

Für Sabrina Janesch, Tochter einer polnischen Mutter, ist das in ihrer Familie verbreitete Erzählgut ein unerschöpfliches Stoffreservoir. Aus ihm schöpfte sie vor allem in ihrem in Polen spielenden Erfolgsroman „Katzenberge“.

Eine wiederum ganz andere Textform begegnet einem bei dem Romanautor und Herausgeber Marc Degens, der von 2007 bis 2010 in Armenien lebte. Sein Reportageroman „Eriwan“ (2017) ist kein Reisebericht im herkömmlichen Sinn, sondern eher eine unterhaltsame Daily Soap, in der uns der Autor an seinem Privatleben teilhaben lässt.

Wer das Nottbecker Literaturmuseum besucht, kommt gleich mehrfach auf seine Kosten: Einblicke in fremde Lebenswelten, spannende Lektüre und persönliche Begegnungen in Form von Texten, Videointerviews, Wort- und Soundfunden wecken das Fernweh und die Lust auf literarische Exkursionen abseits ausgetretener Pfade. Neben den Schriftbildern von Ralf Thenior ist im Gartenhaus auch dessen Soundinstallation „Taxi Water“ zu erleben, die er mit seinem langjährigen Musikerkollegen und Reisepartner Ralf Werner konzipiert hat.

Die Ausstellung ist im Literaturmuseum, im Gartenhaus sowie im Museumspark des Kulturguts zu sehen. Eröffnet wird das Projekt mit der Online-Premiere der Video-Interviews mit den teilnehmenden Autorinnen und Autoren am 5. Juli (ab 11 Uhr) auf der Internetseite www.kulturgut-nottbeck.de 

Das im Begleitprogramm vorgesehene Literatur- und Musikfestival "Go East!" wird auf das Frühjahr 2021 verschoben. Eingeladene Künsterinnen und Künstler sind u.a.: Helge Timmerberg, Ralf Werner, Die Kulturtechniker & Poetic Electric, Michael Roes, Martin Becker, Ralf Thenior, Bela Chekurishvili, Tzveta Sofronieva, Olga Martinova, Marius Hulpe, das „Airis Quartet“, Nesrin Tanç und das Ensemble „Numaqam“.

Ein Projekt der Literaturkommission für Westfalen und des Kulturguts Haus Nottbeck. Idee, Konzept, Interviews: Walter Gödden. Ausstellungsgestaltung: Jeremias H. Vondrlik. Film: Philipp Wachowitz. Gefördert von: Stiftung der Sparkasse Münsterland Ost, Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und Kreis Warendorf.

Weitere Informationen unter Tel.: 0 25 29 / 94 97 900 und www.kulturgut-nottbeck.de

Button Veranstaltungstipps schicken

Was ist los im Kreis Warendorf? Schicken SIE uns Ihre Veranstaltungstipps!