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Alica & Markus
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Studioblog - Inhalte aus unserem Programm

Der Start in den Dienstag

In dieser Woche bringen Euch Alica und Markus in den Tag.
Mit den wichtigsten Infos und den meisten Hits!
 

Drastisch erhöhte Gas- und Strompreise: Wann lohnt sich ein Widerspruch?

Der Bund der Energieverbraucher geht davon aus, dass 80 Prozent der Gas- und Stromversorger die Preise erhöhen werden und diese teils nicht gerechtfertigt sind. Leonora Holling vom Bund der Energieverbraucher rät, Widerspruch einzulegen und erklärt, wann das Sinn macht.

Erhöhte Strom- und Gaspreise sorgen bei Bürgerinnen und Bürger für Frust. Wir haben mit Leonora Holling vom Bund der Energieverbraucher gesprochen. Sie sagt, wasnn es Sinn macht, Widerspruch gegen diese Preise einzulegen: "Aus meiner Sicht sollte ich bei Gas bei allen Erhöhungen, die über 22 Cent die Kilowattstunde hinausgehen, Widerspruch einlegen", erklärt die Energieexpertin. Beim Strom läge die Grenze für einen Widerspruch bei 28 Cent pro Kilowattstunde.

Doch wie funktioniert das? Sollte man als Mieter alles über die Nebenkosten abgedeckt haben, sollte der Vermieter angeschrieben werden, dass er sich darum kümmert. "Bin ich als Mieter selber Vertragspartner, kann ich normal prüfen und entscheiden, ob der Preis nicht gerechtfertigt ist, dann würde ich Widerspruch einlegen", fügt Holling hinzu. Das bedeutet: "Ich frage den Versorger, ob er Beschaffungskosten einfach nur weitergegeben hat und bitte um einen Nachweis."

Haus- und Wohnungsbesitzer müssen sich selbst drum kümmern

Seid ihr Wohnungs- oder Hausbesitzer, müsst ihr euch ebenfalls selbst darum kümmern. Vorlagen für so einen Widersprich findet ihr hier: ein aktuelles Protestschreiben für Gaspreiserhöhungen und ein aktuelles Protestschreiben zur Stromgrundversorgung*. Es gibt noch einen weiteren wichtigen Tipp seitens Leonoara Holling vom Bund der Energieverbraucher. "Wir raten immer dazu, den Widerspruch per Brief oder sogar Einschreiben zu verschicken. Das Problem bei einer Mail ist beispielsweise, dass man nachweisen muss, den Widerspruch abgeschickt zu haben und er auch angekommen ist."

Ihr habt demnach zwei Optionen: Den neuen Abschlag trotzdem zahlen, aber unter Vorbehalt - dies muss mit ins Widerspruchschreiben einfließen. Ansonsten zahlt ihr den alten Abschlag einfach weiter.

Wenn das Bundeskartellamt oder Gerichte entscheiden, die hohen Preise seien nicht gerechtfertigt, können alle, die den neuen Abschlag gezahlt haben, ihr Geld zurückverlangen. Falls die Prüfung ergibt: Die Preise sind in Ordnung, müssen alle, die nur die alten Abschläge gezahlt haben, nachzahlen. Falls ihr euch für diese Variante entscheidet, solltet ihr das Geld auf jeden Fall zurücklegen. Bis es zu einer solchen gerichtlichen Entscheidung kommt, können noch Monate verstreichen.

*: Die Protestschreiben werden vom Bund der Energieverbraucher bereitgestellt

Autoren: Marion Cürlis & Joachim Schultheis

Der Montag-Nachmittag!

Ina bringt Euch durch den Nachmittag von 14 bis 18 Uhr.

Der Nikolaus kommt heute zu uns in den Kreis Warendorf, ob nach Freckenhorst, Beckum oder auch nach Sassenberg. Alle Infos bei Ina. Dazu spielen wir wie immer die meisten Hits im besten Mix für Euch im Kreis Warendorf.

The Weeknd steuert Musik für neuen «Avatar»-Film bei

Der kanadische Musiker The Weeknd beteiligt sich am Soundtrack für den neuen «Avatar»-Film. Produzent Jon Landau hieß ihn jetzt offiziell in der «Avatar»-Familie willkommen.

© Perry Knotts/NFL/AP/dpa

Soundtrack

Los Angeles (dpa) - Der kanadische R&B-Star The Weeknd wirkt am Soundtrack für den Film «Avatar: The Way of Water» mit. Einen kleinen Vorgeschmack darauf teilte der 32-Jährige am Sonntag (Ortszeit) auf Instagram. Er postete eine kurze Musiksequenz, in der man einen Chor singen hört, und dazu das «Avatar»-Logo.

Ebenfalls am Sonntag teilte «Avatar»-Produzent Jon Landau (62) auf Twitter ein gemeinsames Foto mit The Weeknd. «Wie die Na’vi sagen, «Zola'u nìprrte' soaiane Avatar»... Willkommen in der Avatar-Familie», schrieb er dazu. Wie umfangreich die Beteiligung von Abel Tesfaye alias The Weeknd an dem Film ist, wurde zunächst nicht bekannt.

Mit «Avatar - Aufbruch nach Pandora» (2009) schuf Regisseur James Cameron den finanziell erfolgreichsten Film der Geschichte. Die weltweiten Einnahmen lagen bei 2,8 Milliarden Dollar. 2017 begann Cameron mit der gleichzeitigen Arbeit an vier weiteren «Avatar»-Filmen. Der zweite Teil kommt Mitte Dezember in die Kinos, gefolgt von den weiteren Teilen 2024, 2026 und 2028.

© dpa-infocom, dpa:221205-99-784300/3

Deutschland am Scheideweg der Pandemie

Im deutschen Alltag sind Corona-Maßnahmen vielerorts kaum noch zu sehen. Rufe nach einer Rückkehr zur Normalität werden lauter, auch Experten sehen Fortschritte. Sind die Alarmzeiten jetzt bald vorbei?

© Michael Kappeler/dpa

Corona

Berlin (dpa) - Es sind Anzeichen für eine neue Phase im Umgang mit dem Virus: Obwohl sich weiterhin Zehntausende Menschen pro Woche mit Corona infizieren und mehrere Hundert Todesfälle hinzukommen, mehren sich auch in Deutschland die Signale für weitere Lockerungen.

Druck dafür kommt von vielen Seiten. Die Isolationspflicht für Infizierte ist in ersten Bundesländen passé, Maskenregeln in Bus und Bahn bröckeln, bei Gratis-Schnelltests wird gekürzt. Naht eine Kehrtwende beim Krisenmanagement nach fast drei Jahren Pandemie - und wenn ja, wann?

Begründet werden die Lockerungen vor allem mit mehr Eigenverantwortung und höherer Immunität in der Bevölkerung durch Impfungen und Infektionen. Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hält Corona inzwischen für eine endemische Virusinfektion.

Pandemie vs. Endemie

Aus Sicht von Stiko-Chef Mertens ist eine Pandemie vor allem dadurch definiert, dass ein weltweit unbekannter Erreger, mit dem Menschen keine immunologische Erfahrung haben, in die Bevölkerung einbricht. Das sehe er nicht mehr als gegeben, sagt Mertens. Auch Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie sieht Deutschland im Übergang zur Endemie.

Dabei bedeute endemisch, dass das Virus sich bei uns eingenistet habe und nicht mehr weggehe. Es tritt dann in einer Region relativ konstant auf, wie etwa die Grippe. «Ob wir die endemische Lage erreicht haben, wird sich endgültig erst nach dem Winter beantworten lassen.»

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht das Ende der Pandemie jedenfalls noch nicht gekommen. Man befinde sich in einer günstigeren Phase als je zuvor, aber dies sei immer noch eine Pandemie, sagt WHO-Europadirektor Hans Kluge. Doch auch er sehe Anzeichen, dass man gerade in eine neue Phase eintrete. Als Gründe nennt Kluge die leichtere Übertragbarkeit und geringere Krankheitsschwere der dominierenden Omikron-Variante in Verbindung mit der höheren Immunität der Bevölkerung.

Warnungen

Endemie bedeute aber nicht «Jetzt ist alles vorbei, jetzt können wir uns zurücklehnen», sagt Zeeb. Auch im endemischen Zustand könne das Gesundheitssystem durch Corona stark beansprucht werden. «Wir müssen weiterhin aufpassen, Maßnahmen beibehalten, schnell reagieren und es nicht wieder zu einer Pandemie werden lassen.»

In der Politik gehen die Stoßrichtungen noch ziemlich auseinander. In der Ampel-Koalition trommelt die FDP für ein rasches Ende weiterer Alltagsauflagen. CDU-Chef Friedrich Merz sprach sich schon dafür aus, Corona hierzulande spätestens im kommenden Frühjahr «offiziell als beendet» zu erklären. Doch geht das so leicht und pauschal?

Konkret zeigt sich das am Infektionsschutzgesetz. Und das schreibt noch bis 7. April unter anderem Maskenpflichten in Praxen, Kliniken, Pflegeheimen und Fernzügen fest.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach macht klar, dass er daran vorerst keinesfalls rütteln lassen will. «Verlieren wir jetzt bitte nicht die Geduld», lautet der Appell des SPD-Politikers für den beginnenden Winter und die Festtage. Dabei gebe es für das Frühjahr durchaus Hoffnungen auf Licht am Ende des Tunnels und einen normaleren Corona-Umgang. Aber eben nicht jetzt. Lauterbach erwartet noch eine Winterwelle.

Der Berliner Virologe Christian Drosten sagte kürzlich der «Zeit»: «Kältere Temperaturen werden ohne Zweifel die Übertragung ankurbeln. Wie sehr, das hängt aber vor allem davon ab, welche Virusvarianten sich in den kommenden Wochen durchsetzen.»

Lockerungen

Bayern, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Hessen und Rheinland-Pfalz haben sich schon von der Isolationspflicht bei positivem Test verabschiedet - und setzen stattdessen auf eine verschärfte Maskenpflicht für Infizierte in der Öffentlichkeit. Auch die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen des Nahverkehrs wollen einige Länder bald gekippt sehen, es gibt aber noch keine gemeinsame Linie.

In Richtung Normalisierung geht es schon bei staatlich finanzierten Schnelltests, die den Bund bereits Milliarden gekostet haben. «Bürgertests» sind inzwischen nur noch in engeren Grenzen gratis zu bekommen. Im neuen Jahr sollen auch Corona-Impfungen generell in den Bereich der Praxen übergehen, spezielle Impfzentren werden nicht mehr benötigt.

Sonderfall

In China gelten im Rahmen der Null-Covid-Strategie noch immer sehr strikte Maßnahmen. Dadurch verzeichnete das Land bislang nur sehr wenige Corona-Infektionen. Zuletzt gingen die Zahlen aber deutlich nach oben. Das gibt Anlass zur Besorgnis.

Epidemiologe Zeeb hält die Lage in der Volksrepublik auch für gefährlich für die Weltgesundheit. In einer Bevölkerung, in der so viele keine Booster-Impfungen hätten und über geringere Immunität verfügten, sei die Gefahr groß, dass sich das Virus stark verbreite und dadurch weiter mutiere. «Das kann für uns alle negative Folgen haben», sagt Zeeb.

Auch Drosten sagt, seine momentane Sorge gelte China. «Ich würde nicht ausschließen, dass dort in puncto Evolution noch einmal ein Sprung passiert.»

© dpa-infocom, dpa:221204-99-772104/4

Der Montag @work

"Vom Reichtum des Zeithabens" heißt der Erzählband der Drensteinfurter Autorin Raphaela Tautzt. Bei Jenny Heimann stellt sie ihn Euch vor.

Außerdem gibt es alle Infos zu WM und Ihr hört die Premiere des neuen Songs von Lewis Capaldi.

Raphaela Tautzt über "Vom Reichtum des Zeithabens"