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Nachrichten aus dem Kreis Warendorf

160 Millionen-Internetausbau für Gewerbegebiete und Schulen im Kreis Warendorf

Der nächste Schritt zum Ausbau der digitalen Infrastruktur im Kreis Warendorf ist gesetzt: Landrat Olaf Gericke und Uwe Nickl, CEO Deutsche Glasfaser, haben den Ausbau-Vertrag unterzeichnet. Zuvor hatte der Kreistag den Vereinbarungen zugestimmt.

Das Unternehmen Deutsche Glasfaser hatte die europaweite Ausschreibung gewonnen, das Glasfasernetz hier auszubauen. Davon profitieren 13.500 private Haushalte, über 2.000 Gewerbebetriebe und 50 Schulen. „Das gigabitfähige Netz ist ein entscheidender Faktor für unsere Infrastruktur. Der Glasfaserausbau gehört zu den größten Investitionen in der Geschichte des Kreises Warendorf und ist das derzeit in Deutschland größte Projekt dieser Art“, sagte Gericke.

Der Landrat dankte allen Beteiligten im Kreis Warendorf, im Land und im Bund, die das politisch und wirtschaftlich unterstützt haben. Der Kreis Warendorf und die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung haben das Projekt vorangetrieben und koordiniert.

Nach dem Vertragsschluss wird das Unternehmen zügig mit dem Glasfaserausbau für Adressen im Kreis beginnen, wo kein privatwirtschaftlicher Ausbau möglich und eine Übertragungsrate von weniger als 30 Mbit vorhanden ist“, berichtet Herbert Bleicher, Planungsdezernent beim Kreis Warendorf. Dadurch können diese bisher unterversorgten Adressen – insbesondere in den Außenbereichen – an das Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen werden.

Der Kreis Warendorf hatte als einer der ersten geänderte Förderrichtlinien für sich genutzt und kann nun das Ausbauprojekt mit Fördermitteln von etwa 160 Mio. Euro realisieren. 80 Mio. Euro kommen vom Bund und 64 Mio. Euro vom Land, so dass der kommunale Eigenanteil 16 Mio. Euro ausmacht.

Im ländlichen Raum gibt es zu viele Stellen, die bisher nicht erschlossen worden sind mit Highspeed-Internet. Im Kreis Warendorf haben die Kommunen genau den richtigen Ansatz gewählt, um diese Flächendeckung herzustellen“, sagte Deutsche Glasfaser Chef Uwe Nickl.

Von Vorteil sei die Kombination aus schnellem privat-wirtschaftlichen Netzausbau im ersten und die Schließung der Netzlücken mit Fördermitteln im zweiten Schritt. 30.000 Haushalte seien bereits privatwirtschaftlich angeschlossen, heißt es in einer Mitteilung. Mehr als 15.000 geförderte Anschlüsse kämen jetzt dazu.