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Alica & Markus
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Studioblog - Inhalte aus unserem Programm

Der Montag @work

"Vom Reichtum des Zeithabens" heißt der Erzählband der Drensteinfurter Autorin Raphaela Tautzt. Bei Jenny Heimann stellt sie ihn Euch vor.

Außerdem gibt es alle Infos zu WM und Ihr hört die Premiere des neuen Songs von Lewis Capaldi.

Der Start in den Montag

In dieser Woche bringen Euch Alica und Markus in den Tag.
Mit den wichtigsten Infos und den meisten Hits!
 

«All I Want for Christmas Is You» wieder auf Platz eins

Erst oder schon? Zum zehnten Mal ist der Ohrwurm «All I Want for Christmas Is You» von Mariah Carey diese Woche auf Platz eins der deutschen Charts zu finden.

© Brent N. Clarke/Invision/AP/dpa

Charts

Berlin (dpa) - Zum zehnten Mal in der 28-jährigen Geschichte von «All I Want for Christmas Is You» ist der Weihnachtspopsong von Mariah Carey diese Woche auf Platz eins in den Offiziellen Deutschen Charts.

Das Lied ist alle Jahre wieder ein Hit. Und auch dieses ist der Ohrwurm schon wieder Anfang Dezember ganz oben.

Das war auch schon in den Jahren 2021 und 2020 so. Vor drei Jahren dagegen war das Lied erst um die Feiertage selbst - beziehungsweise nach Weihnachten - auf der Spitzenposition zu finden. Und damals (am 27. Dezember 2019) fand es sich dort zum ersten Mal überhaupt.

Eine Woche später war der Weihnachtshit - offensichtlich sattgehört - aus den Top 100 komplett wieder verschwunden.

Dass das Lied neuerdings überhaupt so hoch klettert, scheint einem gewachsenen Kultstatus in den letzten Jahren sowie dem Streaming-Boom und den nostalgischen Playlisten der Leute rund um die Feiertage geschuldet zu sein.

Auch in den US-Charts schaffte es Careys Klassiker erst 2019 - ein Vierteljahrhundert nach der Veröffentlichung - erstmals auf Platz eins.

In Deutschland konnte das Lied rund um Weihnachten der strengen Corona-Zeit Ende 2020 fünf Wochen den ersten Platz halten (4./11./18./25. Dezember '20 und 1. Januar 2021).

Vergangenes Jahr stand «All I Want for Christmas Is You» drei Wochen an der Spitze (3./10./17. Dezember). Und jetzt steht es wieder auf Rang eins (2. Dezember). Das ergibt summa summarum zehn Wochen.

© dpa-infocom, dpa:221203-99-763781/2

Freitag @work

Markus Bußmann bringt euch durch den Arbeitstag mit aktuellen Infos und den meisten Hits im Kreis Warendorf.

Und hier kommt Ihr zu den Lichtblicke-Auktionen! Heute enden die Auktionen.

 

 

Bundestag soll Gesetzespaket zu Krankenhäusern beschließen

Personalmangel und wirtschaftlicher Druck: In vielen Krankenhäusern ist die Lage nicht erst seit Corona prekär. Der Bundestag soll nun ein erstes Gesetzespaket für eine Reform beschließen.

© Sebastian Gollnow/dpa

Gesundheit

Berlin (dpa) - Die Finanzierung der Krankenhäuser in Deutschland soll nach Plänen von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) stärker von wirtschaftlichem Druck gelöst werden. Der Bundestag soll dazu heute ein erstes Gesetzespaket mit Regelungen beschließen, die unter anderem mehr Geld für Kinderkliniken und Entlastungen für die angespannte Lage in der Pflege bringen sollen. Für Patientinnen und Patienten sollen unnötige Klinikübernachtungen wegfallen können.

Tagesbehandlungen

Bestimmte Klinikuntersuchungen sollen künftig auch als Tagesbehandlung ohne Übernachtung möglich sein. Das soll zugleich mehr Kapazitäten beim knappen Pflegepersonal tagsüber schaffen, wenn Nachtschichten nicht mehr besetzt werden müssen. Deswegen soll nun geändert werden, dass Abrechnungen bestimmter stationärer Leistungen für Krankenhäuser bisher nur mit Übernachtung möglich sind.

Kinderversorgung

Für Kinderkliniken soll es 2023 und 2024 jeweils 300 Millionen Euro mehr geben, zum Sichern von Geburtshilfestandorten jeweils 120 Millionen Euro zusätzlich. Die Finanzierung soll auch unabhängiger von der jetzigen, leistungsorientierten Logik werden.

Pflegeschlüssel

Um die Arbeit häufig stark belasteter Pflegekräfte zu verbessern, soll ein neues Instrument der Personalbemessung kommen und durchgesetzt werden - ausgehend von errechneten Idealbesetzungen für die Stationen. Vorgesehen ist dann eine schrittweise Einführung.

Die Techniker Krankenkasse kritisierte, das Instrument löse kein einziges Problem in der Pflege - im Gegenteil. Vorstandschef Jens Baas sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Statt neuer Kolleginnen und Kollegen wird die geplante Pflegepersonalbemessung den Pflegekräften jede Menge zusätzlichen Bürokratieaufwand bescheren.»

Lauterbach: «Beginn einer Revolution»

Das Ministerium sieht das Gesetzespaket, mit dem sich auch noch der Bundesrat befassen soll, als «kleine» Krankenhausreform - eine große will Lauterbach dann am kommenden Dienstag vorstellen. Dabei geht es um den «Beginn einer Revolution» bei der Klinikvergütung, wie der SPD-Politiker angekündigt hatte. Ziel sei, das Finanzierungssystem über Pauschalen pro Behandlungsfall systematisch zu überwinden.

Dieses habe sich mittlerweile so verselbstständigt, dass es zulasten der Qualität der Versorgung gehe, erläuterte Lauterbach. Und zwar mit einem «Hamsterrad-Effekt»: Nur mit einer Steigerung der Fallzahl könnten Kliniken das Budget halten oder erhöhen. Und es machten jene Kliniken Gewinn, die für Leistungen möglichst wenig Geld ausgäben - höherer Aufwand und Qualität bedeuteten tendenziell Verluste.

Warnung vor Druck auf Ärzte

Ärztevertreter warnen davor, die geplanten Regelungen zur häuslichen Übernachtung bei Klinikbehandlungen für ökonomische Zwecke zu missbrauchen. Das Ziel sei richtig, praktikable Möglichkeiten zur tagesstationären Behandlung zu schaffen, sagte die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Eine solche Regelung könne in manchen Fällen das Pflegepersonal entlasten und auch dem Patientenwunsch entsprechen. Es dürfe aber keinen Druck auf die Ärztinnen und Ärzte geben. «Wir müssen unbeeinflusst von wirtschaftlichen Erwägungen der kaufmännischen Leitungen entscheiden können. Ökonomische Erwartungen müssen immer hinter medizinischen Erfordernissen zurücktreten.»

Pflegesystem unter Druck

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) warnte angesichts des Fachkräftemangels vor einem Zusammenbruch des Pflegesystems. «Wenn wir nicht schnell grundlegende Reformen bekommen, kann man die pflegerische Versorgung in Deutschland nicht mehr aufrechterhalten», sagte die Vorsitzende Christel Bienstein dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Zwar sei es bereits in der Vergangenheit zu Pflegenotständen gekommen, etwa Anfang der 1990er Jahre, aber: «Eine vergleichbare Situation hat es in den vergangenen 50 Jahren nicht gegeben.» Aktuell gehe man von 200.000 fehlenden Vollzeitkräften aus.

Der Personalmangel in der Pflege wurde zuletzt besonders in den Kinderkliniken deutlich, wo ein Teil der Betten nach Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin wegen fehlender Pflegekräfte nicht betrieben werden konnte. Für Fachkräfte aus dem Ausland plant die Bundesregierung Erleichterungen bei der Einwanderung nach Deutschland.

© dpa-infocom, dpa:221201-99-747114/4