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Oliver Behrendt
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Die Ärzte kündigen neue Single an

Lars Niermann bringt Euch durch den Nachmittag - von 14 bis 18 Uhr - mit den wichtigsten Infos vom Tage, der besten Comedy und dem besten Mix für den Kreis Warendorf.

 

Die Ärzte kündigen neue Single an

Ärzte-Fans fiebern dem Herbst entgegen - dann erscheint ein neues Album des Trios. Einen Vorgeschmack gibt es in Bälde.

Morgens Pauken

Berlin (dpa) - Mit der Single «Morgens Pauken» will die Punkband Die Ärzte einen Vorgeschmack auf ihr für Herbst angekündigtes neues Album geben. Bela B (57), Farin Urlaub (56) und Rodrigo Gonzalez (52) versprechen für den 21. August eine «philosophische Hymne» über den Morgen nach langem Abend und einer «unvergesslichen, aber viel zu kurzen Nacht».

Zur Single gehört auch das im März veröffentlichte Corona-Stück «Ein Lied für jetzt», in dem Die Ärzte aus dem jeweiligen Homeoffice die Langeweile in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverboten besingen.

Mit den Folgen der Krise hatten sich Bela B und Farin Urlaub auch während einer gemeinsamen Comic-Lesung im Kreuzberger Szene-Club SO36 befasst. Über die Spendenaktion für seit Monaten geschlossene Berliner Clubs wurden bisher gut 40.000 Euro gesammelt. Ziel sind 200.000 Euro.

© dpa-infocom, dpa:200804-99-34439/3

Der Mittwoch @work

Wir starten ab heute bei uns im Kreis in die erste große Hitzewelle des Jahres. Dazu gibt es Abkühlung mit dem besten Mix aus Kulthits und dem besten von heute. Um 11.15 hört Ihr bei Jenny Heimann die Premiere der neuen Single von Ava Max: Who is laughung now? Außerdem gibt es aktuellen Infos zum Brand in Oelde und der Explosion mit mehr 100 Toten in Beirut.

Der Start in den Mittwoch

Ina und Markus bringen Euch in den Tag.

Heute Thema bei uns: Die Abfallgebühren bei uns im Kreis. Wir haben verglichen und echt große Unterschiede festgestellt. Außerdem: morgen gibt es zur Hitze im Kreis Eis bei der Arbeit von uns. Dazu gibt es die beste Comedy mit Baumann und Clausen - läuft um 6.15 und 9.15 Uhr. Elvis Eifel hört Ihr um 8.15 Uhr.

Gewaltige Detonation in Beirut: Ist Ammoniumnitrat Schuld?

Blutende Menschen irren durch Schutt und Staub, nachdem Beirut von einer riesigen Explosion erschüttert wurde. Auslöser dafür könnte eine sehr große Ladung Ammoniumnitrat sein.

Beirut (dpa) - Nach der gewaltigen Detonation in Beirut mit mehr als 70 Toten und 3000 Verletzten beginnt im Libanon die Suche nach möglichen Ursachen.

2750 Tonnen lagerten jahrelang in Hafenstadt

Ausgelöst haben könnte die schwere Explosion eine sehr große Menge Ammoniumnitrat: Schätzungsweise 2750 Tonnen der gefährlichen Substanz seien jahrelang ohne Sicherheitsvorkehrungen im Hafen von Beirut gelagert worden, sagte Ministerpräsident Hassan Diab dem Präsidialamt zufolge. Hinweise auf einen Anschlag oder einen politischen Hintergrund gab es nicht.

Die Explosion stürzte die libanesische Hauptstadt, deren Bevölkerung derzeit schon unter einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise leidet, in noch tieferes Chaos. Durch die Erschütterung zerbarsten Fenster, Trümmerteile schlugen Löcher in Wände. Blutende Menschen wanderten durch Schutt und Staub, einige Straßen waren voller Glasscherben. Große Teile des Hafens wurden vollständig zerstört. Beirut, in dessen Großraum schätzungsweise bis zu 2,4 Millionen Menschen leben, wurde zur «Katastrophen-Stadt» erklärt.

Ammoniumnitrat, das auch zur Herstellung von Sprengsätzen dient, kann bei höheren Temperaturen detonieren. Die Substanz dient zum Raketenantrieb und vor allem zur Herstellung von Düngemittel. Die farblosen Kristalle befanden sich auch in dem Gefahrgutlager der chinesischen Hafenstadt Tianjin, wo 2015 nach einer Serie von Explosionen 173 Menschen getötet wurden. In Deutschland fällt die Handhabung von Ammoniumnitrat unter das Sprengstoffgesetz.

Stoff könnte von Frachtschiff herkommen

Der Stoff könnte von einem Frachtschiff stammen, dem libanesische Behörden laut Berichten im Jahr 2013 wegen verschiedener Mängel die Weiterfahrt untersagt hatten. Das Schiff war demnach von Georgien aus ins südafrikanische Mosambik unterwegs. Der Besatzung gingen dann Treibstoff und Proviant aus, der Inhaber gab das Schiff offenbar auf. Der Crew wurde nach einem juristischen Streit schließlich die Ausreise genehmigt. Das Schiff blieb zurück mit der gefährlichen Ladung, die in einem Lagerhaus untergebracht wurde.

Bei der Detonation hatte sich eine riesige Pilzwolke am Himmel gebildet. Eine Druckwelle breitete sich blitzschnell kreisförmig aus. Noch Kilometer weiter gab es Schäden. Beschädigt wurden der Regierungspalast, die finnische Botschaft und die Residenz von Ex-Ministerpräsident Saad Hariri. Am Suk Beirut, einer modernen Einkaufsgegend, zerbarsten Fensterscheiben. Auch ein Schiff der UN-Friedenstruppen im Libanon (Unifil) wurde beschädigt. Es seien Blauhelm-Marinesoldaten verletzt worden, teilte die Mission mit.

Präsident Michel Aoun rief für Mittwoch eine Dringlichkeitssitzung des Kabinetts ein, um die Ursachen der Explosion zu klären. «Ich werde nicht ruhen, ehe ich den Verantwortlichen kenne und ihm die härteste Strafe gebe», sagte Aoun laut Zitaten des Präsidialamts bei Twitter. Regierungschef Diab erklärte den Mittwoch zum Tag landesweiter Trauer in Gedenken an die Opfer. Für die Stadt wurde ein zwei Wochen langer Notstand verhängt.

Deutschland und Israel bieten humanitäre Hilfen an

Regierungen anderer Länder zeigten sich betroffen und stellten rasche Unterstützung in Aussicht. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich «erschüttert», wie die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer die Kanzlerin zitierte. Deutschland stehe dem Libanon in der «schweren Stunde zur Seite», twitterte Außenminister Heiko Maas. Auch Mitarbeiter der Deutschen Botschaft seien unter den Verletzten.

Auch die Europäische Union und Frankreich - frühere Mandatsmacht des Libanon - stellten Hilfen in Aussicht. UN-Generalsekretär António Guterres reagierte bestürzt und drückte den Familien der Opfer sein «tiefstes Beileid» aus. US-Präsident Donald Trump schien den Vorfall als Anschlag einzustufen: Seine «Generäle» gingen von einer Art Bombe aus, sagte Trump im Weißen Haus. Die Explosion deute nicht auf einen Unfall hin, sagte Trump unter Berufung auf seine Militärberater.